RAL 6028 Kieferngrün
Kräftig und ruhig. Nimmt Licht aus dem Raum, wirkt auf Möbeln und Türen sehr wertig.
RAL 6028 Kieferngrün liegt tief im dunklen Bereich der Grünskala, mit einem feinen blaugrauen Schleier, der ihn von sattem Waldgrün unterscheidet. Der Ton wirkt nie süßlich oder frisch, sondern gedämpft und schwer, fast wie das Grün von Nadelbäumen in der Dämmerung. Anders als klare, leuchtende Grüntöne verzichtet er auf jede Aufdringlichkeit und bleibt in sich gekehrt. Er erinnert an alte Militärtöne, ohne deren Kälte zu übernehmen, denn ein warmer Unterton hält ihn erdig. Diese Zurückhaltung macht ihn zu einem Farbton, der Ruhe ausstrahlt, ohne fad zu wirken.
Auf größeren Flächen entfaltet Kieferngrün eine dichte, fast stoffliche Wirkung, die Licht eher schluckt als reflektiert. Bei kräftigem Tageslicht zeigt sich ein leicht bläulicher Unterton, der den Ton kühler und klarer erscheinen lässt als in schwachem Licht. Fehlt das Licht, kippt die Farbe ins Dunkle und nähert sich einem tiefen Schwarzgrün an, was Räume kleiner, aber auch geschützter wirken lässt. Auf Türen und Möbelfronten entsteht so eine ruhige, fast meditative Fläche, die nicht ablenkt. Auf Fliesen wirkt der Ton kühl und mineralisch, auf lackierten Metallteilen dagegen satt und schwer, wie poliertes Erz.
Zu Holzarten mit rötlichem oder honigfarbenem Ton, etwa Kirschbaum oder Kiefernholz selbst, entsteht ein stimmiger, warmer Kontrast, der nie zu süß wird. Helles Eichenholz bringt Frische in die Kombination, während dunkles Nussbaumholz die Tiefe des Grüns noch verstärkt. Bei Metallen passt mattes Schwarz besonders gut, weil es die kühlen Anteile des Tons betont, während gebürstetes Messing die warme Seite hervorholt. Textilien aus schwerem Leinen, Filz oder grob gewebter Baumwolle nehmen die zurückhaltende Textur des Farbtons auf. Naturstein wie Basalt oder dunkler Granit fügt sich ebenso mühelos ein wie raue Keramikoberflächen.
Neben RAL 6003 Olivgrün entsteht eine erdige, naturnahe Stimmung, weil beide Töne in ähnlicher Tiefe liegen, sich im Unterton aber unterscheiden und dadurch eine leichte Spannung erzeugen. RAL 6004 Blaugrün verstärkt die kühle, mineralische Seite von Kieferngrün und lässt die Kombination nordisch und klar wirken. RAL 6026 Opalgrün bringt dagegen einen helleren, klareren Akzent ins Spiel, der Kieferngrün auflockert und verhindert, dass eine Fläche zu schwer wirkt.
Von RAL 6000 Patinagrün unterscheidet sich Kieferngrün durch weniger Blauanteil und eine geschlossenere, dunklere Wirkung, denn Patinagrün bleibt heller und wirkt fast metallisch changierend. RAL 6020 Chromoxidgrün liegt näher am klassischen Waldgrün und erscheint gesättigter und wärmer, während Kieferngrün stumpfer und zurückhaltender bleibt. Im direkten Vergleich zeigt sich der Unterschied vor allem bei Tageslicht: Chromoxidgrün bleibt kräftig grün, Kieferngrün wandert Richtung Grauschwarz und wirkt dadurch schwerer.
Wofür unsere Kunden RAL 6028 bestellen
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Möbel und Küchenfronten 55 %
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Fliesen und Bad 24 %
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Holz im Außenbereich 5 %
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Buntlack, innen und außen 5 %
Andere kombinieren so
- RAL 6009 Tannengrün eine Stufe tiefer
- RAL 9001 Cremeweiß das passende Weiß
- RAL 9011 Graphitschwarz für Griffe und Sockel
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